Chronik

Chronik

Die Kaiserhofgewölbe mitten im historischen Altstadtkern der Wein- und Sektstadt
bestechen einzigartig durch die unterschiedlichen Epochen.
Die Chronik des Kaiserhofes erklärt sich durch die besondere Lage.
Hier am Marktplatz. führte die alte Handelsstraße von Mainz nach Frankfurt vorbei.
Man machte Rast und fühlte sich wohl.
Der Kaiserhof wurde als zweites Hochheimer Gemeindegasthaus unter dem Namen
„Zum Rappen“ im Jahre 1725 zum ersten Mal erwähnt.
Die Anlage bestand aus einem Brau- und einem Brennhaus. Denn seinerzeit durfte ein
Wirt nur für ein Jahr Bier und Schnaps und im Folgejahr nur Wein ausschenken.
1886 wurden die Baulichkeiten abgerissen. Es entstand das Gasthaus „Kaiserhof“
eine Gastwirtschaft im Gebäudeteil Frankfurterstraße 1 mit einem angeschlossenen
Vergnügungssaal im Nachbarhaus No.3

Sanierungsmaßnahmen im Millenniumsjahr 2000 haben die historischen Keller der
Frankfurterstraße 1-5 am Plan einem neuen Verwendungszweck zugeführt.

Die einzelnen Gewölbe „Rappen, Vinothek, Schatzkammer, Kaiserquelle,
Millennium, Schwanen, Löwenbrunn, Im Fass und Römer “
gehen mit offenen Durchgängen direkt ineinander über.

Der Rappenkeller

Dieser größte von allen Kellern besteht aus zwei Tonnengewölben mit der höchsten
Raumhöhe. Er diente zur Aufbewahrung von Fässern aller Sorten und Größen.
Hier konnte der edle Saft reifen.
Bereits 1886 war die Technik soweit vorangeschritten, dass durch kaminartige Schächte
Schläuche zum Füllen des Weines verlegt werden konnten.
Heute dienen sie als Kabelschächte für die Elektronik.
Treppen und Durchgänge wurden zeitgemäß angepasst.
Für jeden Anlass die passende Ausstattung. Zum Speisen finden 140 Personen Platz.

Die Vinothek

Der Zugang erfolgt vom Rappenkeller zum kleinsten Gewölbe der „Vinothek“.
Sie liegt direkt unter dem Kaiserhof und wurde harmonisch in das Gesamtkonzept
integriert. Hier warten heute reife Weine auf ihren Korkenzieher und „Sie“ als Genießer.

Die Schatzkammer

Beim Neubau 1886 wurde der vorhandene Keller – erbaut 1725 – nicht vollständig
abgerissen, sondern der Zwischenraum mit Erde aufgefüllt.
In liebevoller Kleinarbeit wurde dieser Kellerraum wieder freigelegt.
So entstand ein Kleinod, die heutige “ Schatzkammer“.
Ein romantischer Aufenthaltsort für einen Dialog zu zweit.

Die Kaiserquelle

Auf dem gesamten „Kaiserhof“ Areal befinden sich 4 Brunnen.
Wie einige Kellergewölbe wurden sie seinerzeit zugeschüttet.
Der älteste und gleichzeitig tiefste Brunnen konnte erhalten werden.
Das Fundament dieses Brunnens besteht aus dicken Eichenformteilen und wird nach
Beurteilung der Bauart auf Entstehung im frühen 16. Jahrhundert geschätzt.
Aus ihm sprudelt ergiebig die „Kaiserquelle “ die auch die Hofbrünnchen in der
Kaiserhofgalerie versorgt. Das Kellergewölbe ist aus derselben Epoche.
Gemütliche Sitzrunde für 10 Personen.

Der Millenniumkeller

Für kleine Keller wurde beim Saalbau im Jahre 1886 keine Verwendung gesehen.
Aus diesem Grunde wurde auch dieser Keller teilweise eingerissen und insgesamt zugeschüttet.
Im Millenniumjahr 2000 entstand hier an alter Stelle eine neue Epoche.
Historische Bauelemente, die sich bei der Sanierung des Kaiserhofs restaurieren ließen,
haben nach der Freilegung dieser Kellereinheit beim Aufbau Verwendung gefunden.
Die eingesetzten antiken Türen und Fenster sowie die einzigartige Weinpresse von 1857
mit den Holzdoppelspindeln bereichern in besonderer Eleganz diesen Keller.
In dem zum Hof hin angrenzenden Gewölbekeller wurden moderne Sanitäranlagen eingerichtet.
Technische Einrichtungen sind für alle Musikdarbietungen vorgesehen.
Live-Musik auch ohne Lautstärkebegrenzung ist möglich.
Bei Bewirtungen können 60 Personen an runden Tischen Platz nehmen.

Der Schwanenkeller

Er befindet sich neben dem ehemaligen Kaiserhof in der Frankfurterstraße 5 und wurde
1991 mit dem Kaiserhof verbunden.

Erbaut wurde das Gebäude mit Keller 1884 von den Eheleuten Lembach.
Auch dieser Keller diente der Lagerung von Weinfässern.
Der Hochheimer Wein wurde noch im Keller in Flaschen abgefüllt und kam direkt in den
benachbarten Römerkeller zum lagern. Abrufbereit für das darüber liegende
„Gasthaus zum Schwanen“ Hier befinden sich heute Geschäfte der Kaiserhofgalerie.

Die angrenzenden Nebengewölbe unter anderem im Löwenbrunn eignen sich für Buffet
oder Getränke- Bar und lassen kleineren Feiern bis zu 50 Personen genügend Platz.

Der Löwenbrunn

Ein Arbeitskeller zum spülen und reinigen der Weinflaschen.
Füllen, korken und etikettieren wurde ebenfalls hier verrichtet.
Die benötigte Wasserzufuhr aus dem Brunnen sprudelt heute aus einem Löwenkopf
und sorgt für eine romantische Umgebung.
Es ist Platz für einen Ratsherrentisch mit 10 Personen.

Im Fass

Treffpunkt für ein Plauderstündchen mit Weinproben.
Winzer, Weinbauer, Küfer und Gastwirt machten hier Politik.
Unter dem Leitspruch der alten Generation.
„Wer dich verschmäht du edler Wein, der ist nicht wert ein Mensch zu sein“
Jetzt eingerichtet als Keller-Bar.

Der Römerkeller

Das umfangreiche Flaschenweinlager im damaligen Gasthaus „Zum Schwanen“.
Hier reiften unter anderem die besten Weinlagen von Hochheim.
Das Daubhaus und Kirchenstück, Hölle und Viktoriaberg.
Die Römer erkannten schon damals die gute Lage von Hochheim für den Weinbau.
Die künstlerische Deckenmalerei im Römer gibt eine historische Romantik.
Jetzt genießen wir den gehaltvollen und fruchtigen Riesling aus dem Römer im Römer
in Rheingau´s schönsten Kellern im Kaiserhofgewölbe.

Erworben und unter persönlicher Leitung saniert wurde diese Anlage von Rolf Kyritz, der auch diese Zusammenfassung erstellt hat.
 

Hier ein Gesamtüberblick der Räumlichkeiten:

 

16-KG-Layout